Oeversee, 8°C: Wir bekommen Gesellschaft. Auf der Nachbarkoppel (wir berichteten von dem grüneren Gras) herrscht reger Betrieb: Da wird Zaun abgerollt und an dessen Enden rumgetüddelt, da erklingt himmelschreiende Musik aus einem Radio, da laufen zwei Zweibeiner und eine Katze beständig auf und ab. Zwischendurch bekommen wir handgepflücktes Gras.
Am Tag danach bietet sich ein ähnliches Bild, allerdings wird der Zaun jetzt ordentlich gespannt und es kommt ein Trimmer zum Einsatz, der ziemlich leckeres Gras einfach so, mir-nichts-dir-nichts, zerhäckselt. Für uns ist das jetzt wohl unbrauchbar. Drei weitere Tore werden montiert, um für uns klare Wege vorzuzeichnen.
Drei Tage später ist es endlich so weit: Das Tor zum grünen Gras öffnet sich. Wir können unser Glück kaum fassen und tanzen buchstäblich über die Koppel. Grün, grün, grün! Es ist so herrlich, dass wir sogar nachts draußen schlafen! Aber am nächsten Abend werden wir auf unsere alte Koppel gebracht, denn wir sind vollkommen nassgeregnet. Und so richtig gut erkennen wir im Dunkeln den Weg zum Zelt oder in den Stall nicht.
Auf Menschen-Weihnachten folgt Alpaka-Weihnachten: Wir kriegen Weihnachtsbäume. Es ist ein Fest!